Arbeiter in einer Werkstatt an einer Bohrmaschine

Vorschläge der Rentenkommission
Klare Absage an höhere Altersgrenzen

Die IG Metall Offenbach bewertet die Vorschläge der Rentenkommission differenziert. Das Negative überwiegt jedoch. Positiv ist insbesondere der Ansatz, die gesetzliche Rentenversicherung perspektivisch zu einer Erwerbstätigenversicherung weiterzuentwickeln.



Offenbach, 24. Juni 2026


Die IG Metall Offenbach bewertet die Vorschläge der Rentenkommission differenziert. Das Negative überwiegt jedoch.
Positiv ist insbesondere der Ansatz, die gesetzliche Rentenversicherung perspektivisch zu einer Erwerbstätigenversicherung weiterzuentwickeln. Damit würden künftig alle Erwerbstätigen – auch Selbständige, Beamtinnen und Beamte sowie Politikerinnen und Politiker – in die solidarische Finanzierung einbezogen.


Klare Absage an höhere Altersgrenzen


Sehr kritisch sieht die IG Metall Offenbach hingegen Bestrebungen das Renteneintrittsalter weiter anzuheben oder an die Lebenserwartung zu koppeln. Viele Beschäftigte können schon heute nicht bis zur Regelaltersgrenze arbeiten. Stattdessen fordert die IG Metall weiterhin die konsequente Anerkennung von Beitragsjahren.

„Wer 45 Jahre oder länger gearbeitet hat, muss sich darauf verlassen können, auch künftig abschlagsfrei in Rente zu gehen. Die Abschaffung dieser Möglichkeit wäre ein völlig falsches Signal und ein massiver Vertrauensbruch gegenüber den Beschäftigten“, erklärt Manuel Schmidt, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Offenbach.

Gerade in Zeiten tiefgreifender industrieller Transformation seien verlässliche und flexible Übergänge in den Ruhestand unverzichtbar. Die Altersteilzeit – insbesondere im bewährten Blockmodell – bleibe dafür ein zentrales Instrument.

Handlungsbedarf sieht die IG Metall Offenbach weiterhin bei der Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge. Eine stärkere tarifvertragliche Absicherung und eine bessere Einbindung auch kleinerer Betriebe seien notwendig, um die zweite Säule der Alterssicherung nachhaltig zu stärken.

Die IG Metall wird sich aktiv in die weitere Debatte einbringen. Ziel bleibt eine solidarisch finanzierte Alterssicherung, die ein verlässliches Rentenniveau garantiert, Lebensleistung anerkennt und soziale Sicherheit im Alter gewährleistet.

Kontakt
Manuel Schmidt

Manuel Schmidt

Erster Bevollmächtigter und Kassierer

+49 69 82 97 90 0



Pressemitteilung

Pressemitteilung Rente