Die wirtschaftliche Schieflage von manroland sheetfed ist das Ergebnis mehrerer Entwicklungen:
Allein im Geschäftsjahr 2025 verbuchte das Unternehmen ein Minus von 43,2 Millionen Euro.
Einbruch des China-Geschäfts: Der globale Markt für Druckmaschinen ist stark rückläufig, besonders in China – einst für rund 40 Prozent des weltweiten Absatzes verantwortlich.
Ende der finanziellen Stützung durch den Mutterkonzern Langley Holdings, der jahrelang Defizite ausgeglichen hatte, diese Quersubventionierung nun aber beendet.
Mit dem Schutzschirmverfahren soll die Geschäftsführung das Unternehmen weiterhin operativ führen, begleitet von externen Sachwaltern und Restrukturierungsexperten. Ziel ist eine Sanierung – allerdings in deutlich reduziertem Umfang
Manuel Schmidt, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Offenbach, betont:
„Die Beschäftigten von manroland sheetfed haben in den vergangenen Jahren enorme Flexibilität und Einsatz gezeigt. Jetzt ist der Moment, in dem das Unternehmen und die Eigentümer Verantwortung übernehmen müssen. Wir akzeptieren keinen Kahlschlag. Unsere Erwartung ist klar: ein tragfähiger Zukunftsplan, der Industriearbeitsplätze in Offenbach erhält – und zwar langfristig.“